Geschichte der Kinesiologie

 

Schon Hippokrates verwendete vor 2000 Jahren den Muskeltest um an verwundeten Soldaten neurologische Verletzungen zu diagnostizieren. Anfang der vierziger Jahre verwendete der englische Orthopäde James Cyriax den Muskeltest um zwischen Bandscheibenvorfällen, neurologischen Erkrankungen und harmlosen Rückenverletzungen zu unterscheiden.

 

Die ursprünglichen Wurzeln der Kinesiologie können auf die Muskeltestmethoden des amerikanischen Arztes Dr. Robert Lovett während der 1930er Jahre zurückgeführt werden. Dr. Lovett war ein Orthopädieprofessor an der Harvard Medical School. Henry und Florence Kendall, zwei Physiotherapeuten, entwickelten in den 1940er Jahren die Arbeit von Dr. Lovett weiter und veröffentlichten unter Verwendung der Methoden und Ideen von Dr. Lovett ihr bahnbrechendes Buch „Muscle Testing and Function“. Die Krankengymnasten entwickelten das heute allgemein anerkannte Muskelsystem, das in der Orthopädie, Neurologie und Physiotherapie weltweit verwendet wird.

Der Chiropraktiker Dr. George Goodheart griff dieses Testsystem auf. Durch seine Auseinandersetzung mit der Anthropologie wusste er, dass Mayaindianer vor 500 Jahren eine vereinfachte Methode des Muskeltests verwendeten, um festzustellen ob Wasser an einer bestimmten Stelle trinkbar oder ungenießbar war.

Dr. Goodheart ging davon aus, dass bei Fehlhaltung der Wirbelsäule, nicht die Ursache im hypertonen Muskel, sondern im hypotonen Muskel liegt. Durch Muskeltests fand er „schwache“ Muskel, die er durch Massage von Muskelursprung und Ansatz „stärkte“. Somit wurde eine bessere Haltung der Wirbelsäule erreicht. Er fand heraus, dass der Muskeltonus sich auch veränderte, wenn dem Patienten bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente auf die Zunge gelegt werden. Dr. Goodheart benannte seine Methode, die sich aus diesen Ursprüngen entwickelte, „Applied Kinesiology“.

Dr. George Goodheart hat die Applied Kinesiology zum ersten Mal auf der Konferenz der ACA (American Chiropractic Assocation) 1964 in Denver (USA) vorgestellt. Dies haben Claudia und Andreas Niklas in Goodhearts erstem Forschungsmanual (Applied Kinesiology Research Manuals) aus dem Jahr 1964 recherchiert.

 

John Francis Thie D.C. Gründer von Touch for Health, die erste (Generation) der auch für Medizinische Laien erlernbare Kinesiologieart (energetische Methode). Dr. Jahn F. Thie sagte:“ Lange bevor ich etwas von Kinesiologie und Akupressur gehört hatte, hatten ich und meine Frau die Vision den Familien zu helfen, durch natürliche Methoden gesünder sein zu können. Wir wollten Wege finden, die Leute zu befähigen mit ihrem von Geburt an gottgegebenen Recht auf Gesundheit auf natürliche Art und Weise für sich selbst und ihre Gesundheit zu sorgen.

1965 lernten sich Dr. Jahn Thie und Dr. Goodheart kennen. In den folgenden Jahren begleitete John Thie ihn als Lehrkollege bei vielen Vorträgen und Seminaren.

Zusammen mit seiner Frau Carrie versuchte er, Goodheart davon zu überzeugen, ein Buch über die Applied Kinesiology für Laien zu schreiben. Goodheart ermutigte das Ehepaar Thie, dieses Buch selbst zu schreiben. Für kurze Zeit hieß diese speziell für medizinische Laien zusammen gestellte Methode (Gründung 1970) „Health from within“, wurde aber sehr bald in „Touch for Health“ umbenannt. Nach dem Druck von 2000 Büchern (1973), war das Touch for Health Buch so ein Erfolg, dass innerhalb von drei Monaten ein zweiter Druck von 5000 Exemplaren geordert werden musste. Beim ersten Treffen der Goodheart  Workshop Leaders Group begann John die Aktivitäten zu organisieren und wurde danach der erste Vorsitzende des International College of Applied Kinesiology (ICAK).

 

Dr.Dr. Max Wrangler wurde als Sohn eines Fabrikdirektors 1947 geboren und verstarb 1997. Nachdem er Medizin und Chemie studierte, praktizierte er in England und war auf der Psychiatrie tätig.

 Dr.Dr. Max Wrangler fand mit seiner „ Psychosomatic Kinesiology“ eine Weiterentwicklung von Goodhearts „Applied Kinesiology“ im psychischen Bereich (PSK) – ein Diagnostiksystem für primäre Krankheitsursachen ohne Einsatz technischer Geräte. Die Psychosomatische Kinesiologie ist eine Synthese aus der Applied Kinesiology, Psychologie, Hypnotherapie, Gesprächstherapie, Psychotherapie und NLP. Arbeitet man mit dem PSK System nach Dr.Dr. Max Wrangler, so erfragt der Kinesiologe, über die fünf Ebenen, auf der rechten Körperhälfte die Ursache, und auf der linken Körperhälfte den Ansatz (Technik). Es wird der Ursache einer Blockade auf den Grund gegangen an Stelle von Symptombehandlung. Diese fünf Ebenen lauten:

  • Allopathische Ebene

  • Strukturelle Ebene

  • Chemische Ebene

  • Psychische Ebene

  • Infofeld

Sein Grundsatz war „ alles kann mit allem gelöst werden“, er testete als Erster Regulationsdiagnostik und Matrixphänomene, das heißt, ob der menschliche Körper in der Lage ist, selbst zu regulieren (Regulation = Selbstheilvoraussetzung). Er unterrichtete von 1986-1996 in London und bildete 42 Schüler aus. Dr. Max Wrangler zeichnete sich durch seinen Wagemut und seine Klugheit aus. Er war einer der seiner Zeit voraus lebte, denn viele Dinge die er damals durchgeführt hat, versteht man erst jetzt. Alle Rechte der PSK sind seit 1998 ausnahmslos im Besitz der ÖAKG.

Die ÖAKG ist die einzige Schule in Europa die in dieser Form Akademische und Psychosomatische Kinesiologie anbietet und anbieten darf (außer autorisierte geprüfte Schulen).